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Was ist der Cyber Resilience Act

Ein klarer Überblick darüber, was der CRA für Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen bedeutet.

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Der CRA in Kürze

Der Cyber Resilience Act (Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates EU 2024/2847) ist das erste europäische Gesetz, das verbindliche Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen über deren gesamten Lebenszyklus festlegt.

Ziel ist, dass Hardware und Software auf dem EU-Markt bereits im Design sicherer sind, Sicherheitsupdates erhalten und Kunden genügend Informationen für die sichere Nutzung des Produkts haben.

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Wen der CRA betrifft

Der CRA betrifft nahezu alle Produkte mit digitalen Elementen – physische, netzwerkfähige Geräte, IoT und eigenständige Software. Bereiche, die von anderem sektorspezifischem Recht abgedeckt sind, bleiben außerhalb seines Anwendungsbereichs, etwa bestimmte Medizinprodukte, die Luftfahrt oder Kraftfahrzeuge.

Die Pflichten treffen Hersteller, doch auch Importeure und Händler haben ihre Rollen. Ein Importeur muss prüfen, dass der Hersteller seine Pflichten erfüllt hat; ein Händler muss mit der gebotenen Sorgfalt handeln. Wer ein Produkt wesentlich verändert oder unter eigener Marke in Verkehr bringt, kann die Pflichten des Herstellers übernehmen.

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Warum es wichtig ist, früh zu beginnen

CRA-Compliance ist keine einmalige Aufgabe. Sie erfordert ins Design eingebaute Sicherheit, eine Risikobewertung, Schwachstellenmanagement über den gesamten Supportzeitraum und eine vollständige Dokumentation. Das lässt sich nicht in letzter Minute bewältigen.

Hinzu kommt: Meldepflichten beginnen vor der vollständigen Compliance – bereits ab dem 11. September 2026. Die Vorbereitung sollte daher fortlaufend erfolgen, nicht als Endspurt vor der Frist.

Wesentliche Herstellerpflichten nach dem CRA

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Security by Design

Produkte so entwerfen, entwickeln und herstellen, dass sie ein angemessenes Maß an Cybersicherheit im Verhältnis zu den Risiken gewährleisten.

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Cybersicherheits-Risikobewertung

Eine Risikobewertung durchführen und dokumentieren und ihre Ergebnisse in allen Phasen des Produktlebenszyklus berücksichtigen.

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Schwachstellenmanagement

Schwachstellen während des Supportzeitraums wirksam behandeln, Sicherheitsupdates bereitstellen und ein SBOM führen.

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Vorfallsmeldung

Aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Vorfälle innerhalb festgelegter Fristen an ENISA melden (ab 11.09.2026).

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Technische Dokumentation

Technische Dokumentation erstellen und pflegen, die die Einhaltung der CRA-Anforderungen nachweist.

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Konformitätsbewertung und CE

Eine Konformitätsbewertung durchführen, die EU-Konformitätserklärung ausstellen und das CE-Kennzeichen anbringen.

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Informationen für Nutzer

Nutzern klare Informationen und Anleitungen für die sichere Nutzung des Produkts bereitstellen.

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Supportzeitraum

Einen Produkt-Supportzeitraum festlegen und einhalten – in der Regel mindestens fünf Jahre, je nach erwarteter Produktlebensdauer.

Produktkategorien und Konformitätsbewertung

Der CRA stuft Produkte nach Risikograd ein. Die Kategorie bestimmt, ob eine interne Selbstbewertung genügt oder eine benannte Stelle einzubeziehen ist.

  1. Standardkategorie

    Die meisten Produkte. Die Konformitätsbewertung kann in der Regel intern als Selbstbewertung erfolgen.

  2. Wichtige Produkte – Klasse I

    Höheres Risiko (z. B. Passwortmanager, VPNs, Netzwerkelemente). Erfordert die Anwendung harmonisierter Normen oder die Einbeziehung einer benannten Stelle.

  3. Wichtige Produkte – Klasse II

    Noch höheres Risiko (z. B. Firewalls, Systeme zur Angriffserkennung). Eine Bewertung durch eine benannte Stelle ist in der Regel erforderlich.

  4. Kritische Produkte

    Die sensibelste Kategorie mit den strengsten Anforderungen, bei der auch eine europäische Zertifizierung verlangt werden kann.

Häufige Fragen zum CRA

Ab wann müssen wir den CRA einhalten?
Die wesentlichen CRA-Anforderungen gelten ab dem 11. Dezember 2027. Die Meldepflichten für Schwachstellen und Vorfälle beginnen jedoch früher – ab dem 11. September 2026.
Welche Sanktionen drohen bei Nichteinhaltung?
Bei Verstößen gegen zentrale Pflichten drohen Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder 2,5 % des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Betrag höher ist.
Gilt der CRA auch für kostenlose Open-Source-Software?
Der CRA führt für Open-Source-Software ein besonderes, milderes Regime ein. Es hängt davon ab, ob eine kommerzielle Tätigkeit vorliegt. Die konkreten Auswirkungen bewerten wir gern für Ihre Situation.
Was ist ein SBOM und warum verlangt der CRA es?
Ein SBOM (Software Bill of Materials) ist ein Verzeichnis der Komponenten, aus denen ein Produkt besteht. Es ermöglicht, schnell festzustellen, ob eine neu entdeckte Schwachstelle in einer Komponente Sie betrifft.

Beginnen Sie mit dem CRA, bevor die Frist Sie einholt

Eine kostenlose Beratung zeigt Ihnen schnell, wo Sie stehen und welcher Weg zur Compliance der kürzeste ist.

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